
FNP, Montag, 20. Januar 2025, Seite 29
Am diesjährigen Lessing-Liebig-Tag, der am Samstag, den 18. Januar 2025 zum sechsten Mal stattfand, ließ sich die Zahl der Teilnehmer gar nicht genau bestimmen. Zum einen waren die Führungen und Workshops bereits in den Weihnachtsferien aus‑, ja überbucht, zum anderen fanden sich noch so einige zuversichtlich ohne Anmeldung ein – darunter auch Frau Ludwig, Frau Dr. Köhl, Herr Dr. Spahlinger und Herr Kern. Herr Henkel eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung, die aber zugleich auch eine Verabschiedung von Frau Brunner, der er außerordentlich dankte, darstellte. Frau Brunner hat den Lessing-Liebieg-Tag im Jahre 2016 mit ins Leben gerufen und immer tatkräftig in ihrer zupackenden und freudigen Art unterstützt. Ich danke ihr an dieser Stelle auch persönlich für ihr Engagement. Zugleich freue ich mich, dass sie bereits für Nachfolge gesorgt hat: Frau Kurz und Frau Ranches haben sich bereits tatkräftig beim Anmelden der vielen Besucherinnen und Besucher eingebracht.
Insgesamt wurden 170 der facettenreichen Angebote angenommen – „Zeus“, „Aphrodite“, „Artemis und Apollon“, „Tyrannenmörder als Ikonen der Demokratie“ und als Expertin-Führung „die verlorenen Farben der Medusa“. Die Expertin, Frau Dr. Koch-Brinkmann, die die Polychromie-Forschung nicht nur des Museums, sondern weltweit zusammen Ihrem Mann, Prof. Vincent Brinkmann, maßgeblich bestimmt, fesselte einen Kern der Zuhörer vor ihrem Farben-Labor ganze anderthalb Stunden statt geplanter 45 Minuten!
Durch die kurzen Führungen wuselte es zu Stoßzeiten immer sehr, die Wechsel boten aber auch Gelegenheit, das eine oder andere Gespräch zu führen oder eine Pause in dem Liebieg-Café einzulegen. Es gab einige Familie oder Lernende, die bis zu vier Führungen hintereinander besuchten!
Erwähnung sollten noch die Workshops finden. Es gab Schülerinnen und Schüler, die die zeitliche Ungebundenheit des Ton-Workshops nutzten und ganze zwei Stunden mythologische Figuren töpferten. Zudem konnten zu zwei festgelegten Zeiten Medusen-Repliken bemalt werden. Die Farben wurden eigenständig aus Pigmenten oder Gewürzen mit Ei als Bindemittel angerührt.
Um 13 Uhr musste man doch so manchen auf das Ende dieses wieder einmal gelungenen Kooperationstages hinweisen.
Dies lag auf jedem Fall an dem sehr ansprechenden Programm, das ohne Frau N. Wassiljew, unserer Ansprechpartnerin im Liebieghaus, nicht zustande gekommen wäre. Auch ihr gilt mein ausdrücklicher Dank!
Weitere Informationen können auch dem beiliegenden Bericht über den Tag in der Frankfurter Neuen Presse entnommen werden.
Judith K. Bohl (zuständige Lehrkraft für die Kooperation des Lessing-Gymnasiums mit der Liebieghaus Skulpturensammlung)