Wir sind endlich eine Schule ohne Rassismus — Schule mit Courage!

Am 22.01.2020 war es end­lich soweit: die Schul­ge­meinde des Les­sing-Gym­na­si­ums wurde in einem fei­er­li­chen Fest­akt als „Schule ohne Ras­sis­mus — Schule mit Cou­rage” aus­ge­zeich­net.

Damit es über­haupt dazu kom­men konnte, war viel Pla­nungs­ar­beit nötig. Die Pla­nungs­gruppe, bestehend aus Leh­re­rIn­nen und Schü­le­rIn­nen, begann gleich nach dem erfolg­rei­chen Akti­ons­tag im Mai mit der auf­wän­di­gen Orga­ni­sa­tion. Bald ent­stan­den erste Kon­zepte und Ideen für den Ablauf eines sol­chen Akti­ons­ta­ges, wie zum Bei­spiel die Idee, Work­shops von Schü­le­rIn­nen für Schü­le­rIn­nen zu ver­an­stal­ten. Unser beson­de­rer Dank gilt vor allem den Klas­sen­de­le­gier­ten, die ihre krea­ti­ven Ideen in die Dele­gier­ten­tref­fen mit ein­brin­gen konn­ten und die Kon­zepte der ein­zel­nen Work­shops ent­wi­ckelt und aus­ge­ar­bei­tet haben.

Damit den Work­shops die nöti­gen Mate­ria­lien zur Ver­fü­gung stan­den, war die groß­zü­gige Hilfe des Künst­ler­be­darf­fach­ver­kaufs Boes­ner äußerst wich­tig. Die­ser hatte uns bereits beim Akti­ons­tag im Som­mer mit ver­schie­dens­ten Mate­ria­lien unter­stützt.

Als der Tag des Fest­ak­tes end­lich anbrach, waren die Dele­gier­ten schon früh in den Klas­sen­räu­men, um ihre Work­shops vor­zu­be­rei­ten. Zwar waren zur Beauf­sich­ti­gung Leh­re­rIn­nen anwe­send, doch die Lei­tung der Work­shops oblag allein den Schü­le­rIn­nen. Es gab zahl­rei­che Work­shops, unter ande­rem Dis­kus­si­ons­run­den, Ras­sis­mus in Sport und Musik oder sogar Memes gegen Ras­sis­mus und Gesetze gegen Ras­sis­mus for­mu­lie­ren. Alle Schü­le­rIn­nen muss­ten jeweils vier Schul­stun­den mit Work­shops aus­fül­len, die ent­we­der eine oder zwei Stun­den in Anspruch nah­men. Im Rah­men der Work­shops dis­ku­tierte die Schü­ler­schaft, sah sich kurze Clips aus Fil­men zum Thema Ras­sis­mus an, bas­telte oder wurde ander­wei­tig krea­tiv.

In der fünf­ten Stunde kehr­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler wie­der in den Klas­sen­ver­band zurück, wo sie sich über ihre Ergeb­nisse und Erkennt­nisse aus den Work­shops aus­tau­schen konn­ten.

Nach der Pause begann dann der große Fest­akt: die bei­den SV-Mit­glie­der Luisa Lohr und Beh­nia Gha­diani mode­rier­ten und eröff­ne­ten die Ver­an­stal­tung.

Für gute Laune sorgte gleich zu Beginn die Kam­mer­mu­sik­combo unter der Lei­tung von Frau Bethge mit Hits wie „Bou­le­vard of Bro­ken Dreams” oder „Seven Nation Army”. Zwi­schen den Reden von Herrn Mie­les und unse­rem Paten, Peter Fischer, Prä­si­dent von Ein­tracht Frank­furt, konn­ten einige Schü­ler ihre Gedichte aus dem Poe­try Slam Work­shop vor­tra­gen.

Anschlie­ßend hielt auch noch der Pro­jekt­ko­or­di­na­tor Yanni Fischer von der Begeg­nungs­stätte Anne Frank seine Rede, bevor die Schul­ge­meinde end­lich durch die Pla­kette und die Mit­glieds­ur­kunde als „Schule ohne Ras­sis­mus — Schule mit Cou­rage” aus­ge­zeich­net wurde.

Im Aus­tausch für die Pla­kette beka­men Peter und Yanni Fischer noch jeweils ein T‑Shirt mit den bei­den Logos des Les­sing-Gym­na­si­ums und des Netz­werks “Schule ohne Ras­sis­mus — Schule mit Cou­rage” über­reicht.

Nach der Fest­ver­an­stal­tung wurde der Auf­takt des 500-Jahre-Jubi­lä­ums­jahrs durch die Insze­nie­rung von Les­sings Fabeln durch die Thea­ter AG unter der Lei­tung von Frau Kuntz abge­run­det, die sich eben­falls mit dem Thema Dis­kri­mi­nie­rung beschäf­tigte.

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