Zu Beginn der ers­ten Stunde am Mitt­woch den 26.01.2022  hat die Klasse 9c alle lee­ren Papp­kar­tons, in denen die ein­zel­nen Teile der Covid-19 Tests (jeweils noch­mal von Plas­tik umhüllt) von der Marke Sie­mens ver­packt sind, sowie die ent­hal­te­nen Bedie­nungs­an­lei­tun­gen ein­ge­sam­melt. Dar­aus hat die Klasse 9c dann ver­schie­dene Bas­te­leien ent­wi­ckelt und an spe­zi­el­len Pro­jek­ten gear­bei­tet: Es wurde ein gro­ßes Kar­ten­haus, eine ca. 80 Meter lange Gir­lande und einen Turm aus den beschich­te­ten Papp­kar­tons gebas­telt sowie einige Gegen­stände her­ge­stellt, z.B. ein selbst­ge­mach­ter Papier­müll­ei­mer oder ein Schiff und eine Brü­cke. Außer­dem hat die Klasse mit den vie­len Kar­tons den Domino-Effekt aus­pro­biert. Fotos zu die­sem Pro­jekt­tag sind ange­hängt, sodass Sie selbst sehen kön­nen, wie viel Müll allein bei der Tes­tung an einer Schule ent­steht und wie viel davon nicht mehr gebraucht oder wie­der­ver­wen­det wird. Dies war ein spie­le­ri­scher Zugang zu einem sehr erns­ten und wich­ti­gen Thema: Die Ver­schwen­dung von Papier.

Die ein­zel­nen Bestand­teile der Tests (z.B. Wat­te­stäb­chen) nicht von dem Papier unter­schie­den wer­den und somit alles gemein­sam im Rest­müll lan­det. Durch die hauch­dünne Plas­tik­be­schich­tung in den Kar­tons kön­nen diese nicht ein­mal in die Papier­tonne ent­sorgt werden.

Um ein Nut­zen aus die­sem Pro­jekt zu zie­hen, woll­ten wir auch Sie auf diese “Ver­schwen­dung” auf­merk­sam machen, denn ins­ge­samt wer­den allein an unse­rer Schule ca. 135 Kar­tons (aus­ge­schlos­sen sind die grö­ße­ren Kar­tons, in denen die 135 klei­ne­ren trans­por­tiert wer­den) an einem Test­tag in den Rest­müll geschmis­sen. In einer Woche sam­meln sich somit sogar mehr als 680 Kar­tons in der Rest­müll­tonne an. Hinzu kom­men noch die Bedie­nungs­an­lei­tun­gen, wel­che auf­grund der Ver­fas­sung in ver­schie­den Spra­chen sehr ver­schwen­de­risch sind. Da eine Bedie­nungs­an­lei­tung ca. 1 ½ DIN A4 Blät­ter ergibt und ca. 5 Gramm wiegt, muss allein an unse­rer Schule mehr als ein Kilo­gramm Papier auf­ge­wen­det wer­den, um die Bedie­nungs­an­lei­tun­gen für einen Test­tag an unse­rer Schule zu pro­du­zie­ren, wel­che zumeist nicht benö­tigt wer­den. Die Kar­tons selbst sind hier­bei noch aus­ge­schlos­sen! Hinzu kommt, dass für 1 kg Papier ca. 2,2 kg Holz benö­tigt wird. Die­ses Holz ist eine Man­gel­ware und wird somit ver­schwen­det! Die Abhol­zung ist momen­tan zudem ein gro­ßes Pro­blem, denn sie fin­det in zu gro­ßem Maße statt und durch sie wird der Umwelt gescha­det. Die­ser gewal­tige Ver­brauch an Papier fin­det momen­tan jeden Tag, und das fünf­mal die Woche, statt.

Diese gewal­tige Papier­ver­schwen­dung umfasst nicht nur die vie­len Gebrauchs­an­wei­sun­gen, wel­che im Schul­be­darf nicht wirk­lich gebraucht und auch von kei­nem gele­sen wer­den, son­dern auch die vie­len Papp­kar­tons, in denen jeweils nur fünf Covid-19 Test ver­packt sind. Statt für 5 Covid-19 Tests einen neuen, beschich­te­ten Kar­ton zu benut­zen, könnte man im Schul­be­darf für 25 oder 30 (unge­fähre Klas­sen­größe bis zur Ober­stufe) einen unbe­schich­te­ten, grö­ße­ren und even­tu­ell sogar recy­cel­ten Kar­ton benut­zen. Die Plas­tik­be­schich­tung und nicht vor­han­dene Müll­tren­nung stel­len auch ein gro­ßes Pro­blem dar, da allein durch diese kein recy­celn, was zumin­dest den Ver­brauch von Papier und infol­ge­des­sen auch den des Hol­zes lin­dern würde, mög­lich macht. Da Papier bzw. Kar­ton sogar bis zu 8 mal recy­celt wer­den kann, ist recy­celn sehr sinn­voll und vor allem wich­tig. Beim Recy­celn gehen nur ca. 20% des Mate­ri­als ver­lo­ren. Durch Recy­celn lässt sich also sehr viel Papier einsparen.

Außer­dem ist Alt­pa­pier ein wert­vol­ler Roh­stoff. In der Schule wer­den täg­lich gewal­tige Men­gen Papier, Kar­tons und Pappe ver­braucht (nicht nur wegen Corona). Als Alt­pa­pier bil­den diese Men­gen einen wert­vol­len Recy­clingroh­stoff, mit dem neue Papier­pro­dukte her­ge­stellt wer­den könn­ten. Der nach­hal­tige Alt­pa­pier­ein­satz in der Papier­in­dus­trie schont als Roh­stoff nicht nur den Holz und die Umwelt, son­dern auch das Klima. Statt Papier nur ein­mal zu ver­wen­den, wäre es für die Umwelt deut­lich bes­ser, Papier zu recy­celn. Im Ver­gleich zur Neu­pro­duk­tion von Papier wird beim Papier­re­cy­cling rund 40% Ener­gie ein­ge­spart. Und nicht zuletzt wer­den für Recy­cling­pa­pier 98% weni­ger Holz benötigt.

Um ein sol­ches recy­celn über­haupt zu ermög­li­chen, muss eine anstän­dige Müll­tren­nung Vor­aus­set­zung sein.

Wenn Sie nun selbst ein­mal nach­rech­nen wol­len, wie viele Bäume Sie oder ihre Klasse/ Kol­le­gium benö­ti­gen, um ihren täg­li­chen, monat­li­chen oder jähr­li­chen Bedarf zu decken, schauen sie gerne auf fol­gen­der Web­site vor­bei: LINK

Wenn Sie nun auf die­ses Thema auf­merk­sam gewor­den sind und sich für “Papier­schutz” inter­es­sie­ren, schauen sie gerne auf auch fol­gen­der Web­site vor­bei, um mehr über Papier und rich­tige Müll­tren­nung zu erfah­ren. Außer­dem kön­nen Sie dort erfah­ren, was Sie noch tun kön­nen, um Ihren Papier­ver­brauch zu sen­ken und damit die Umwelt zu schüt­zen. (LINK)