Am 19. August diesen Jahres fand bei uns am Lessing Gymnasium die Übergabe eines AED (automatisierter externer Defibrillator) statt. Zudem gab es einen Einführungskurs für die Q1 und das LUH-Team (Lessing-Unfall-Hilfe).
Gespendet und übergeben wurde das Gerät durch den Verein „Hand aufs Herz“ aus Wiesbaden. Der Vorsitzende, Herr Prof. Dr. med. Joachim Ehrlich (Chefarzt Kardiologie St. Josefs-Hospital), hat diesen Verein ins Leben gerufen. Ein weiterer Mitgründer ist Thomas Schilling. Dieser hat 2011 einen Herzstillstand durch den Einsatz eines AED überlebt. Die beiden zusammen gründeten den Verein, um aufzuklären und zu vermitteln, wie man in Notsituationen reagieren sollte.
Bei der Gründung des Vereins im Jahre 2011 gab es grade einmal zehn Mitglieder. Mittlerweile sind es über 250. Ungefähr 10% der Mitglieder sind selbst Überlebende dank einer Wiederbelebungsmaßnahme.
Der AED ist also dafür da, um in Notsituationen bei Wiederbelebungsmaßnahmen zu unterstützen: Das Gerät misst die Herzaktivität und leitet zum Handeln an. Heutzutage ist das Gerät vollständig automatisch und gibt per Sprechanlage Anweisungen. Man braucht also kein Vorwissen und muss auch keine Angst haben, den Defibrillator anzuwenden.
Die Organisatoren des Kurses waren viele verschiedene Fachleute: Joachim Ehrlich (Chefarzt Kardiologie St. Josef), Ilay Gülec (Ärztin), Daniel Bätzold (Notfallsanitäter), Julia Schnapp (Medizinstudentin), Thomas Schilling (Betroffener). Als Erstes gab es eine kleine PowerPoint-Präsentation, in der kurz wichtige Fakten zusammengefasst und erklärt wurden. So sinkt beispielsweise die Wahrscheinlichkeit, ohne bleibende Schäden zu überleben, pro Minute um 10%, d.h. man hat höchstens zehn Minuten Reaktionszeit, um das Leben des Betroffenen zu retten. In Deutschland ist zwar geregelt, dass ein Rettungswagen innerhalb von zehn Minuten kommt, doch reicht es nicht aus, so lange zu warten. Stattdessen sollte man selbst wissen, was zu tun ist, und im besten Fall mit der Unterstützung eines AED Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen.
Anschließend erzählte Thomas Schilling von seiner eigenen Erfahrung aus dem Jahre 2011. Danach wurden die Schüler/innen in kleinen Gruppen zusammen eingeteilt. Diese durften dann eine Herzdruckmassage und den Umgang mit dem Defibrillator an Dummys üben. So sollte die Angst vor dem Handeln in Notsituationen und davor, etwas falsch zu machen, vermindert werden.
Fun Fact: Es gibt viele verschiedene Lieder, um bei einer Herzdruckmassage im notwendigen Rhythmus zu bleiben, zum Beispiel „Staying alive“, „Atemlos“, „Highway to hell“ oder „The final countdown“.
Wir bedanken uns von Herzen für die großzügige Spende bei Herrn Prof. Ehrlich, seinem Team und „Hand aufs Herz“ und sind froh, dass unsere Schule damit etwas besser für den Notfall ausgestattet ist.
Wer sich für die Arbeit des Vereins bzw. weitere Informationen interessiert oder mit einer kleinen Spende dazu beitragen möchte, dass auch andere Schulen und Vereine mit einem AED ausgestattet werden können, kann dies direkt bei „Hand aufs Herz“ (https://www.verein-hand-aufs-herz.de/) tun.
Elisabeth und Isabella (LUH)
