Am Mitt­woch, den 16. Okto­ber tra­fen sich die Kol­le­gia­tin­nen und Kol­le­gia­ten vor dem Sencken­berg-Museum. An der Muse­ums­fas­sade lasen wir die Inschrift „Biblio­theca Sencken­bergi“, die jeder, der am Les­sing auch nur ein­mal kurz im Latein­un­ter­richt auf­ge­passt hat, ver­ste­hen konnte. Und um Fas­sa­den sollte es am Kol­leg­tag unter ande­rem gehen. Der the­ma­ti­sche Haupt­schwer­punkt lag auf der Kli­ma­krise. In drei ver­schie­den Work­shops, die bis in den Nach­mit­tag andau­er­ten, nähr­ten wir uns The­men an, die unser urba­nes Leben in Frank­furt im Jahre 2040 betref­fen könn­ten.

Lara Mohr vom Umwelt­amt der Stadt Frank­furt erläu­terte uns die viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten zur Fas­sa­den- und Dach­be­grü­nung und stellte das Sub­ven­ti­ons­pro­gramm der Stadt Frank­furt vor. Die Stadt möchte damit nach­hal­tig mehr „Grün“ im Stadt­ge­biet schaf­fen, um so der Über­hit­zung der Stadt in den hei­ßen Som­mer­mo­na­ten ent­ge­gen zu wir­ken. Für Inter­es­sierte hat die Stadt die Option geschaf­fen, die Pla­nung und Umset­zung des eige­nen Pro­jek­tes mit 50% des Auf­trags­vo­lu­men finan­zi­ell zu unter­stüt­zen. Die Kol­le­gia­tin­nen und Kol­le­gia­ten möch­ten die Pro­jekt­idee auch am Les­sing the­ma­ti­sie­ren.

Das bun­des­weite Pro­jekt „Städte wagen Wild­nis“  gab uns einen neuen Blick­win­kel auf die Tier- und Pflan­zen­welt im Frank­fur­ter Stadt­ge­biet. Das Pro­jekt exis­tiert bis­her in drei deut­schen Städ­ten Han­no­ver, Des­sau-Roß­lau und bei uns in Frank­furt. Gemein­sam mit dem Pro­jekt­ma­na­ger Frie­der Leuthold spra­chen wir über die Wahr­neh­mung sol­cher Pro­jekte durch die Stadt­ge­sell­schaft und auch dar­über, wie sich Jugend­li­che und beson­ders Kin­der für Umwelt­schutz und Pro­jekte inter­es­sie­ren und ein­setz­ten kön­nen. Wir kamen zu dem Kon­sens „Was man nicht liebt, schützt man nicht.“ Des­we­gen genau sollte jeder Städ­ter die Natur und Wild­nis lie­ben ler­nen, auch wenn sie auf den ers­ten Blick klein und unbe­deu­tend wirkt. Das ist sie aber defi­ni­tiv nicht.

Im letz­ten Work­shop des Tages setz­ten wir uns wis­sen­schaft­lich aber zugleich auch krea­tiv anhand aus­ge­wähl­ter the­ma­ti­scher Schwer­punkte mit aktu­el­len Kon­zep­ten einer sich im Zuge der Kli­ma­ver­än­de­rung gleich­falls ver­än­dern­den Stadt aus­ein­an­der.  Frau Chris­tina Höf­ling vom Sencken­berg Museum führte uns durch die Aus­stel­lung “Stadt der Zukunft — wie wol­len wir 2040 leben?“. Zusätz­lich dis­ku­tier­ten wir nicht ohne Emo­tio­nen über die Welt der Zukunft. Wie wer­den wir mobil blei­ben? Hat das Auto eine Zukunft? Was darf man essen? Wie soll man nach­hal­tig kon­su­mie­ren? Diese und zahl­rei­che wei­tere Fra­gen beleb­ten den regen Aus­tausch, der phi­lo­so­phisch, emo­tio­nal, aber auch wis­sen­schaft­lich war.

E. v. Joest