Kurz vor Weih­nach­ten über­reich­ten vier Schü­le­rin­nen und Schü­ler den wäh­rend der Pro­jekt­wo­che auf dem Schul­fest erziel­ten Erlös an Bru­der Michael vom Fran­ziskus­treff und wur­den hier­bei von Jona S., Repor­ter der Schü­ler­zei­tung, beglei­tet.

Viel­leicht erin­nert sich noch jemand: In der Son­der­aus­gabe zur Pro­jekt­wo­che hatte die Schü­ler­zei­tung über das Kul­tur­Gut­Ko­chen-Pro­jekt von Frau Schreib­weis und Frau Frank und ihren Aus­flug zu einem Bau­ern­hof berich­tet. Auf dem Schul­fest ver­kauf­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler dann Limo­nade und Wraps, die Erlöse spen­de­ten sie am 20. Dezem­ber — pas­send zu ihrem Pro­jekt-Thema — an den Fran­ziskus­treff Frank­furt.

Bru­der Michael, der Lei­ter des Treffs, freute sich sehr über die 200 Euro, die er von vier AG-Mit­glie­dern in einem Umschlag über­reicht bekam. Er erklärte den Besu­chern auch, was es mit dem Fran­ziskus­treff auf sich hat — es ist näm­lich ein aus dem Kapu­zi­ner­klos­ter her­vor­ge­gan­ge­ner Früh­stücks­treff für Obdach­lose.

Schon vor der Grün­dung des Treffs wur­den belegte Brote an der Klos­ter­pforte an Obdach­lose ver­teilt, aller­dings fand der Grün­der des Treffs, Bru­der Wen­de­lin, diese Vor­ge­hens­weise wür­de­los. Daher ent­schloss er sich 1992, „einen Raum [zu] schaf­fen, in dem sich die Besu­cher in gedie­ge­ner Atmo­sphäre ohne Wenn und Aber ange­nom­men füh­len kön­nen“. Als Start­ka­pi­tal wur­den ihm umge­rech­net etwa 750 Euro zur Ver­fü­gung gestellt. Heute gehö­ren 55 Ehren­amt­li­che zu dem Treff, die das Früh­stück von 7:55 bis 11:30 Uhr ser­vie­ren, ja genau: ser­vie­ren. Das ist näm­lich die Beson­der­heit des Treffs — in einer Atmo­sphäre wie in einem Restau­rant bedie­nen die „Kell­ner“ die Gäste, die 50 Cent pro Früh­stück bezah­len. Das dient vor allem dazu, dass die Gäste sich nicht als Almo­sen­emp­fän­ger sehen, son­dern als Kun­den. Bru­der Michael und seine Mit­ar­bei­ter emp­fan­gen täg­lich bis zu 200 Gäste, wobei jeder nur maxi­mal 45 Minu­ten blei­ben darf, damit trotz der gerin­gen Zahl der Plätze von 32 mög­lichst viele beher­bergt wer­den kön­nen.

Von der gemüt­li­chen Früh­stücks­at­mo­sphäre durf­ten sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler vor Ort kurz selbst über­zeu­gen — bei der Über­gabe des Gel­des durf­ten sie kurz in den Früh­stücks­raum schauen.

Jona S. (Schü­ler­zei­tung)