Ich freue mich, unsere Schule beim Tag der Hand­schrift reprä­sen­tie­ren zu kön­nen“- Eve­lin Schrei­ber strahlt, als sie im Museum Wies­ba­den am Frei­tag, dem 14.09.2018, als eine von ins­ge­samt ein­hun­dert lan­des­weit prä­mier­ten Schüler/innen von Kul­tus­mi­nis­ter Prof. Dr. Lorz fei­er­lich eine Urkunde sowie einen Buch­band über­reicht bekommt, in dem ihr eigens ver­fass­ter Brief abge­druckt ist.

Im Mai die­ses Jah­res hatte sie gemein­sam mit ihrer Klasse, der dama­li­gen 6a, im Rah­men des Deutsch­un­ter­richts an einem lan­des­wei­ten Schreib­wett­be­werb zum „Tag der Hand­schrift“ unter dem Motto „Schreibe einen Lie­bes­brief“ teil­ge­nom­men. 28 mutige Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Les­sing-Gym­na­si­ums stell­ten sich mit bewun­derns­wer­tem Eifer der Her­aus­for­de­rung, einen Lie­bes­brief an einen Adres­sa­ten ihrer Wahl — ob Poli­ti­ker, Idol, Fami­li­en­mit­glied oder Freund/in — zu ver­fas­sen. Zum ers­ten Mal habe der bereits in Wies­ba­den seit Jah­ren lokal aus­ge­tra­gene Schreib­wett­be­werb hes­sen­weit statt­ge­fun­den, so die ehe­ma­lige Kul­tur­de­zer­nen­tin der Stadt Wies­ba­den, Rose-Lore Scholz, in ihrer Eröff­nungs­rede. Durch die lan­des­weite Aus­wei­tung des Wett­be­werbs und der damit ver­bun­de­nen gro­ßen Reso­nanz an hes­si­schen Schu­len habe die Jury, bestehend aus Mit­ar­bei­tern der Johan­nes Guten­berg-Uni­ver­si­tät Mainz, seit Juni 2018 rund 7500 Briefe lesen kön­nen.

Im Zeit­al­ter digi­ta­ler Medien besitze das hand­ge­schrie­bene Wort als Kul­tur­gut beson­de­ren Stel­len­wert. So seien hand­schrift­li­che Text­pro­dukte nicht nur Zeug­nisse von Indi­vi­dua­li­tät und Per­sön­lich­keit, das hand­schrift­lich Ver­fasste bleibe auch bes­ser im Gedächt­nis haf­ten und Lern­in­halte könn­ten bes­ser ver­stan­den wer­den, wie Kul­tus­mi­nis­ter Prof. Dr. Lorz in sei­ner Anspra­che vor zuhö­ren­den Schülern/innen, ihren Eltern und Lehr­kräf­ten sowie zahl­rei­chen Pres­se­ver­tre­tern betonte.

Sicher­lich konnte Eve­lins Brief nicht nur durch seine inhalt­li­che Dar­stel­lung über­zeu­gen. Auch auf sprach­lich höchst anspruchs­vol­lem Niveau ist die­ser Zeug­nis ihrer musi­ka­li­schen Pas­sion als Jung­pia­nis­tin und Bewun­de­rin von P. I. Tschai­kow­ski, des­sen pri­va­ter Brief­wech­sel mit Nadeschda Filore­towna von Meck Eve­lins Auf­merk­sam­keit seit gerau­mer Zeit erregt hat.

Und nun ist es tat­säch­lich pas­siert: Ich schreibe Ihnen einen Brief! Das hätte ich in mei­nen Träu­men nie den­ken kön­nen!“- Hes­sens Schreib­wett­be­werb erweist sich somit als Medium, Träume schreib­ta­len­tier­ter sowie ‑inter­es­sier­ter Schüler/innen tat­säch­lich wahr wer­den zu las­sen: eine loh­nens­werte Initia­tive, die auch wei­ter­hin der För­de­rung bedarf.

Das Les­sing-Gym­na­sium gra­tu­liert Eve­lin zu Ihrer her­aus­ra­gen­den Leis­tung!

S. Gehre

Film­aus­schnitt auf „Hessenschau.de“ (Minute 14:50)

 

Brief Eve­lins als PDF